Offener Kanal Schleswig-Holstein

Schriftzug

Fischauge

Hintergründe und Konzept

Fischauge versteht sich als aktive Medienarbeit im ländlichen Raum. Das Projekt will die Vermittlung von Medienkompetenz und politischer Bildung miteinander verbinden und für den ländlichen Raum fruchtbar machen. Während der Sommerferien zieht Fischauge mit mobiler Technik ausgestattet in wechselnde Landkreise, um dort Jugendlichen aus strukturschwachen Räumen die Gelegenheit und Möglichkeit zu bieten, sich in selbstproduzierten Film- und Multimedia-Sequenzen kreativ und reflektierend mit dem Lebensraum 'Dorf' auseinander zu setzen.

Kostenlos und ohne Anmeldung bietet das Camp in den Dörfern jeweils für fünf Tage allen Ideen und Aktivitäten Raum, ist ständig geöffnet und wird von einem kompetenten 6-köpfigen Team betreut.

Beim Sammeln erster Erfahrungen und Bilder mit der Kamera werden auch die Filmthemen von den Jugendlichen selbst gefunden. Wichtig ist, dass die Ideen und produzierten Filme dabei nicht nach altbekannten TV-Normen beurteilt werden. Jedem und jeder Teilnehmenden wird eine eigene Gestaltungskompetenz eingeräumt. So entstehen oft ausgefallene Ergebnisse, die aus den Mustern der Fernseheinheitskost herausfallen.

In einer Abschlusspräsentation werden die in fünf Tagen fertig geschnittenen Filme auf dem Dorfplatz Open Air dem Dorfpublikum unter reichlichem Applaus präsentiert.

Etwa 150 Jugendliche gestalteten in jedem Jahr 20-30 Filme und produzierten zum Abschluss eine Live-Sendung im Studio eines der Offenen Kanäle in Schleswig-Holstein.

Durchführung

Ein sechsköpfiges Team ist jeweils für fünf Tage in verschiedenen Dörfern Schleswig-Holsteins zu Gast und stellt einer Gruppe von etwa 25 bis 30 Jugendlichen Kameras, Computer , Schnittplätze zur Verfügung. Durch kompetente Anleitung erhalten die Jugendlichen die notwendigen technischen und journalistischen Kenntnisse und können so erste Erfahrungen mit der Produktion von Filmen und Videos sammeln. Ein Multimedia-Labor bietet zusätzlich die Möglichkeit, Multimedia-Stories zu produzieren. Mit digitaler Foto-, Bild- und Tonbearbeitung wird auch in diesem Bereich Medienkompetenz vermittelt. Am letzten Tag der Woche werden auf einer open air Großbildleinwand dem Dorfpublikum die Produktionen vorgeführt.

So sieht ein typischer Ablaufplan von Fischauge aus:
Montag
Um 10.00 Uhr geht’s los.
Technik kennen lernen, selbst probieren, auf den ersten Dreh gehen, Experimente machen
Dienstag
Beginn 10.00 Uhr.
Drehbuch / Storyboard / Skript schreiben, recherchieren, Homepagestruktur, Aufnahmen sichten und ergänzen, Strategie entwickeln, Redaktionsbesprechungen
Mittwoch
Beginn 10.00 Uhr.
Weitere Dreharbeiten, Material und Requisite auswählen, Redaktionsbesprechungen, Schnitt und Vertonung
Donnerstag
Beginn 10.00 Uhr.
Endschnitt, Titel setzen, Nachvertonung, Pagedesign, Vorbereitung auf die Präsentation. Am Abend (20.00 Uhr) werden die fertigen Filme dem großen Publikum "live" vorgestellt
Freitag
Beginn 10.00 Uhr.
Gemeinsamer Workshop für alle Jugendlichen , Videoexperimente, Animationsfilm, Sezialeffekte, Magnet-TV ....und ganz wichtig: Kopieren der Filme, Abschlussarbeiten

Was benötigen wir?

Termine

Termine richten sich nach den Sommerferien und werden auf Anfrage abgesprochen.

Vorausetzung

An dem Projekt können jeweils zwischen 20 und 30 Jugendliche im Alter von 12 bis 20 Jahren teilnehmen. Die Teilnahme an dem Projekt ist für Jugendliche kostenlos. Kreis und Gemeinde müssen sich mit je 1/6 an den Gesamtkosten beteiligen.

Archiv

Fischauge hat bereits in folgenden Kreisgebieten Schleswig-Holsteins Station gemacht:
  • 1996 im Kreis Rensburg-Eckernförde (Bovenau, Waabs,  Westensee, Jevenstedt, Hohenwestedt, Fockbek)
  • 1997 im Kreis Nordfriesland (Braderup, Ladelund, Langenhorn, Risum-Lindholm )
  • 1998 im Kreis Plön (Grebin, Kaköhl, Selent, Laboe)
  • 1999 im Kreis Herzogtum Lauenburg (Gülzow, Breitenfelde, Berkenthin, Sandesneben)
  • 2000 im Kreis Nordfriesland/Süddänemark/Schleswig-Felnsburg (Tinglev, Nordborg, Medelby, (SL-FL), Humtrup (NF)
  • 2001 im Kreis Rendsburg-Eckernförde (Ascheffel, Rieseby, Osdorf, Osterby)
  • 2002 im Kreis Pinneberg (Hasloh, Hemdingen, Holm, Seestermühe)
  • 2003 in den Kreisen Stormarn und Bad Segeberg (Elmenhorst, Tremsbüttel, Siek, Sülfeld)
  • 2004 im Kreis Schleswig-Flensburg (Sörup, Böklund, Husby, Steinberkirche)
  • 2005 im Kreis Plön (Fargau, Bovenau, Schülldorf, Probsteierhagen)
  • 2006 im Kreis Ostholstein (Neukirchen, Heringsdorf, Schönwalde, Großenbrode)
  • 2007 im Kreis Steinburg (Krempe, Hohenlockstedt, Wacken, Wilster)
  • 2008 im Kreis Schleswig-Flensburg (Großenwiehe, Schafflund, Wanderup, Eggebek/Langstedt), in den Herbstferien noch eine Fortsetzung in Wanderup
  • 2009 im Kreis Ostholstein (Oldenburg, grömitz, Burg/Fehmarn, Heiligenhafen)

Weitere Informationen

Peter Willers
Offener Kanal Schleswig-Holstein (OKSH) AöR
Hamburger Chaussee
24113 Kiel
Fon 0431 - 640040
Fax 0431 – 6400444 oder e-mail: info@oksh.de