Offener Kanal Schleswig-Holstein

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Kinder & Jugendliche & Computerspiele

Wichtiges über Medien: Games

Computerspiele sind Spiel, Spaß und Spannung! Kinder, Jugendliche und Erwachsene spielen – am PC, an der Wii, Xbox oder Playstation, online oder auf dem Handy.
Viele Spiele sind gut programmiert und grafisch aufwändig – manche Spiele verleiten zu vielem Spiel oder schockieren durch brutale Bilder und Handlungen. Dabei können "Games" auch die Entwicklung Heranwachsender fördern. Es kommt auf das WAS und das WIE an.

Fragen und Antworten

Kann ich mein Kind einfach an Computerspiele lassen?
Starten Sie entspannt mit Ihren Kleinen in die Welt der Spiele: es gibt für fast jedes Alter Angebote. Der Einstieg in die Spielewelt braucht nicht vor dem Grundschulalter erfolgen. Ihr Kind kann dann aber bereits komplexere Aufgaben lösen, lesen und schreiben und bringt auch Konzentration und Frustrationstoleranz ein.
Setzen Sie sich kritisch mit "Vorschulsoftware" auseinander. Es gibt nur wenige gute Lernspiele auf dem Markt, die zu echten Lerneffekten führen.
Die Arbeitsgemeinschaft Kinder und Jugendschutz empfiehlt als zeitliche Richtlinie:
Das ist nicht immer umzusetzen, aber Zeitregeln aufstellen und diskutieren gehört zum "Gamen".

Wie gefährlich sind Gewaltspiele ?

Ein Gewaltspiel macht nicht automatisch gewalttätig! Trotzdem: Brutale Inhalte, blutige und verängstigende Szenen und Spielinhalte sind nicht harmlos. Ein gewalthaltiges Spiel zum falschen Entwicklungszeitpunkt kann tief verstören. Es kommt darauf an, welches Spiel mit welchem Inhalt auf welches Kind trifft.

Deshalb: Haben Sie immer einen Blick darauf,
Noch wichtiger: Bieten Sie Alternativen! Schaffen Sie einen Ausgleich: Eine Stunde Sport im Verein – eine Stunde Gamen, ein Medienvertrag hält die Vereinbarungen für Eltern und Jugendliche fest.
Und: Reden Sie über die Spiele! Leicht gesagt? Fangen Sie früh damit an, nicht erst beim 15-jährigen, sondern spielen Sie früh immer wieder mit.

Sind Lernspiele sinnvoll?

Viele Lernprogramme sind gut, aber es gibt auch Mogelpackungen. Ein Lernspiel ersetzt keine Übung, aber auch nicht die Action von Metin 2 oder Fifa 11. Unverständlich? – Fragen Sie Ihre Kinder!

Machen manche Computer- und Onlinespiele süchtig ?

Wenn ein sehr spannendes Spiel in der falschen Phase auf einen pubertierenden Jugendlichen trifft, sind die Eltern oft schockiert: 6 Stunden täglich sitzt ihr Kind vor dem PC, nimmt die Außenwelt kaum noch wahr und schleppt sich nur protestierend zur Schule. Wenn dies mehrere Monate anhält (dies gilt übrigens auch für Erwachsene), raten Mediziner und Psychologen zu einem Beratungsgespräch.
Dabei macht das Spiel allein nicht süchtig – die Umweltfaktoren Familienbindung, Kontakt durch Freunde, das frühe "Wachrütteln" und Einbinden in die Clique, neue Sportangebote oder die Förderung eines alternativen Hobbys können vor solchen Intensivphasen bewahren – fangen Sie früh damit an und besprechen Sie Ihre Sorgen frühzeitig mit Ihren Kindern.

Gibt es irgend etwas Positives an "Games"?

Ja – in der Praxis gibt es viele ermutigende Möglichkeiten:

So kann es gehen ...

Ausprobieren ist wichtig! – das gilt heute so wie früher.
Bei Kindern: Probieren Sie Spiele in der Stadtbücherei aus. Lassen Sie sich von Ihren Kindern erklären, warum es welche Spiele gut findet und was langweilt.
Spielen Sie die Spiele, die Sie Ihren Kindern kaufen, selbst! Nur so werden Sie die Faszination der Spielewelt verstehen. Sie sehen, was bei einem Spiel passiert und können kritisch entscheiden, ob die Alterskennzeichnung auch für Ihr Kind sinnvoll ist.
Bei Kindern und Jugendlichen: Sorgen Sie für Ausgleich an anderen Freizeitaktivitäten – die das Computerspiel dann zu einer Beschäftigung unter vielen macht. Werden Sie aktiv, bevor das Spielverhalten Ihres Kindes auffällt. Wenn Zeitabsprachen oft ignoriert werden, der Kontakt zu Gleichaltrigen abbricht und Sie keinen "Draht" mehr bekommen, gibt es Rat bei den Erziehungsberatungsstellen.

Tipp

Spielen verbindet! Schaffen Sie als gemeinsames Ritual einen Gamesabend, an dem sich abwechselnd Sie und Ihre Kinder PC-Games aussuchen dürfen, die zusammen gespielt werden. Meckern verboten! Es wird gespielt, was in den Computer kommt. – Und alle helfen allen. (Natürlich achten alle gemeinsam auf die Altersfreigaben der USK)

Kurz erklärt

Ego-Shooter bezeichnet Computerspiele, bei denen der Spieler aus der Perspektive seines Spielcharakters in den Spielverlauf eintaucht. Meist geht es um das Töten von virtuellen Gegnern in einer realistisch wirkenden dreidimensionalen Welt.

LAN-Partys sind Treffen von mehreren Spielern an einem Ort, an dem alle durch ein gemeinsames Netzwerk (Local Area Network) miteinander verbunden werden und sich beim gemeinsamen Spielen miteinander messen. Auch bei diesen Partys müssen vom Veranstalter die Altersfreigaben der Spiele eingehalten werden!

Online-Spiele sind Spiele, die im Internet gespielt werden können. Zum einen gehört hierzu eine große Vielfalt an Spielen auf Plattformen für Kinder und Jugendliche. Zum anderen gibt es Online-Spiele, die zusammen mit anderen vernetzt gespielt werden, zum Beispiel "World of Warcraft".

USK ist die "Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle" und wird von den Verbänden der Computerspielwirtschaft getragen. Spiele werden nach festgelegten Kriterien auf Alters- und Indizierungskriterien überprüft und mit einer verbindlichen Alterskennzeichnung versehen. Diese Freigabe gilt nur für den Verkauf – ihre Kinder kennen sicher einen "älteren Freund" der "hilft". Also Augen auf.

Links

Unter www.spielbar.de finden Sie viele Spiele-Beurteilungen und hilfreiche Informationen.
Auf der Webseite der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle www.usk.de bekommen Sie unter dem Stichwort "Prüfverfahren" anhand eines Beispiels eine Vorstellung darüber, wie Alterskennzeichnungen entstehen.

Stöbern nach geeigneter Spielsoftware ermöglicht der Berliner Journalist Thomas Feibel unter www.feibel.de. Hier gibt es Spieleempfehlungen für jedes Alter – plastisch bewertet mit den Mäusen – testen Sie dennoch die Spiele vor dem Kauf.
Wenn Sie ein Spiel ohne erkennbare Alterskennzeichnung gekauft haben, können Sie bei der Jugendschutz-Hotline in Köln nachfragen: 0221/92 13 92-33 oder per Mail: auskunft@mail.ajs.nrw.de oder sich auf der Seite der USK informieren.
Infos und Hilfe zum Thema Suchtberatung bei Computerspielen erhalten Sie unter www.bke-elternberatung.de
Wenn Ihnen ein Spiel als jugendgefährdend erscheint, dann können Sie sich bei der Bundesprüfstelle erkundigen, ob es zu den bereits indizierten Spielen gehört: liste@bundespruefstelle.de oder 0228/7 66 31

Angebote und Beratung

Die Aktion Kinder- und Jugendschutz Landesarbeitsstelle Schleswig-Holstein e.V. ist als freier Träger der Jugendhilfe und versteht sich als Fachstelle für Prävention. Hier finden Sie Anregungen, Materialien und Ideen zur pädagogischen Auseinandersetzung zum Thema "Medien": www.akjs-sh.de
Hier finden Sie unter dem Stichwort "Service" auch die Kontaktdaten aller relevanten Jugendschutzbeauftragten der Kreise. Sie sind wichtige Ansprechpartner in Fragen Prävention und Hilfe.
Der Offene Kanal Schleswig-Holstein bietet das Projekt GameTreff an: Eltern probieren unter Anleitung Spielekonsolen, Egoshooter und Onlinespiele aus. Der OKSH kommt dabei mit einem mobilen Team in Schulen – Anfragen unter www.oksh.de

Download

Der Flyer steht hier zum Downloaden zur Verfügung.
Im Rahmen des Netzwerks


 www.medienkompetenz.schleswig-holstein.de


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www.ma-hsh.de